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Dienstag, 1. Mai 2012

Grundsatz des Wandels

Alles befindet sich in ständigem Wandel, erst dieser Wandel
ist der Ausdruck von wahrem Leben, ein ständiges nicht zu
bändigendes auf und ab.

Selbst der menschliche Gang ist eigentlich vielmehr ein
kontrolliertes Fallen, welches ständig vom Muskelspiel
abgefedert wird.

Leben ist immer gleich zu setzen mit Wandel, ein
unaufhaltsamer Fluss der Lebendigkeit um Entwicklung
zu ermöglichen als ewiger Tanz zwischen Extremen.
Diese ewige Wandel ist keine Bedrohung sondern die Essenz
des ewigen auf und ab des Lebens. Alles Lebendige pulsiert,
atmet, wächst und wandelt sich. Ein ewiges Streben nach der
nächsten Stufe im Balanceakt der eignen Bedürfnisse. Leben
in seiner tiefsten Natur ist Dynamik und Wandel, liebevoll
und aggressiv.

Es erschafft und erfährt sich in jedem Moment neu
in einem ewigem Tanz.
Alles ist und bleibt in Bewegung, „Panta rhei“, alles fließt!

Montag, 30. April 2012

Grundsatz des Ausgleichs

Jede Kraft bewirkt ihr eigenes Gegenteil. Gegenteil ist hier
jedoch kein Ausdruck der "Anfeindung" sondern viel mehr des
Gegenstücks und Ausgleichs, durch welchen beide "Kräfte"
gegenseitig voneinander durch Austausch profitieren.

Alles bedingt sich gegenseitig um die gemeinsame Essenz hinter
den Einzelerscheinungen zu erhalten und das Gleichgewicht zu
sichern. Jegliche Wirkung und jedes Prinzip, auch wenn sie uns
einzeln erscheinen mag kennt zwei polare Ausrichtungen welche
im Grunde unzertrennlich sind.

Dies bedeutet nicht nur das jede Kraft, jeder Wille und jeder
Wunsch gegensätzliche Ausrichtungen kennt, sondern es erstreckt
sich über eine ganze Palette von Abstufungen, die wie in
einem Farbverlauf zwischen einem schwarzen und weißen Feld
Stufenweise ineinander in einen gemeinsamen Nenner übergehen,
während sie an ihren Endstufen getrennt erscheinen.

Somit ist jede scheinbare Gegensätzlichkeit eine Balance zwischen
zweipoligen Kräften welche die Extreme an den auseinanderlaufenden
Endpunkten einer Erscheinung bilden. Auch wenn dies der menschlichen
Betrachtung sehr fremd erscheinen mag gibt es letztendlich kein klares
schwarz oder weiß, sondern viel mehr färbt die eigene Haltung die
Betrachtung. Hiermit gilt das wir für uns erkennen und beurteilen
was wir bereits für und in uns selbst als Wertigkeit gesetzt haben,
wobei es jedoch immer die eigene Veränderlichkeit zu beachten gilt.

Denn ähnlich wie nicht jeder Mann die gleichen Sympathien für eine
Person hegt und die Urteile über sie sehr verschieden ausfallen können,
lässt sich letztendlich nichts in einzelne Schubladen stecken da sämtliche 
Eigenschaften von uns selbst zugewiesen werden.

Sonntag, 29. April 2012

Grundsatz der Erinnerung


Du sollst Mensch sein! Vergesse niemals deine Natur und dein menschliches Wesentliches. Einer der größten Stolpersteine auf dem magischen Pfad, sobald man sich als höheres Selbst erkannt hat, ist das mangelnde Empfinden des menschlichen Selbst. Dabei entfernt sich im Laufe seiner spirituellen Entwicklung, im Irrglauben über den Dingen zu stehen und mit dem ständigen Vorurteil ohnehin missverstanden zu werden, zunehmend von als banal empfunden Seiten des Lebens, sei es der Alltag oder
zwischenmenschliche Beziehungen.

Nichts scheint mehr echt zu sein sondern nicht mehr als ein illusionäres Schauspiel welches die eigentliche Wirklichkeit verdeckt und die ganze Welt scheint sich von einem zunehmend zu entfernen. Im Eigentlichen ist man jedoch selbst derjenige der sämtliche Türen und Berührungspunkte verriegelt um sich von allem Geschehen abzuschotten und die Gewissheit dass die empfundene Vereinsamung reines Eigenverschulden ist, wäre nur noch umso schmerzvoller und zwingt einen förmlich zu einem Versteckspiel in seinem Innersten.

Diese Annahme ist jedoch ein Irrtum und gründet auf nichts außer schierer Arroganz. Niemand, gleich wie hoch er spirituell auch entwickelt sein
mag, steht über den menschlichen Angelegenheiten. Menschlichkeit ist kein spiritueller Irrtum den es abzustreifen und zu überwinden gilt, sondern der, im wahrsten Sinne des Wortes, lebendige Ausdruck des Selbst. Oftmals empfindet man sich sogar als Lüge und als reiner Schleier den es zu lüften gilt. Doch diese Empfindung ist ein gefährlicher Irrglaube. Der Mensch ist weder ein intelligentes Tier, noch ein spirituelles Wesen in einem menschlichen Körper, sondern immer beides, Hand in Hand.

Der magische Weg ist kein Schleichpfad der das menschliche Selbst umgehen möchte bis es vergessen wurde, sondern sein Ziel besteht darin beides sinnvoll anleiten und führen bis BEIDE Wesensarten ebenbürtig und sinnhaft vereint wurden. Es gilt nicht das eigene Leben zu vernachlässigen da man auserkoren wurde nach höherem zu streben, sondern gesunde menschliche und spirituelle Entwicklung gehen immer gleichberechtigt Hand in Hand. Körper, Seele und Mentalität sind absolut gleichberechtigt und bilden eine Einheit und nicht Gegenspieler. Du sollst hier und jetzt sein, als die Person die in diese Welt geboren wurde. Ohne diese Einsicht Enden viele im Wahn und werden Gefangene in ihres eigenen Irrglaubens, während sie sich an ihrer angeblichen Herrlichkeit ergötzen. Bis sie sich scheinbar irrtümlicherweise unter den Menschen gestrandet glauben.

Sei menschlich in Liebe und Respekt vor der eigenen Natur! Niemand ist ohne Grund hier sonst hätte seine Geburt sich nie ereignet. Es gibt keine Vergessenen oder Gestrandeten denen ihre höhere Natur vorenthalten wird. Du bist stets beides, Mensch und spirituelles Wesen, dies ist eine unzertrennliche Einheit die das wahre Wesen ausmacht. Sich als rein geistiges Wesen zu empfinden ist ein ebenso fataler, wenn nicht sogar noch größerer Irrtum als sich selbst auf sein Fleisch zu beschränken. Nichts an dir sollte vergessen werden, keine Emotionalität, keine Erinnerungen und keine Bindungsgefühle. Vielmehr gilt es all dies zu vereinen als in einen Wettstreit zu setzen oder sich gar gegenseitig auslöschen zu lassen.
Sei, auf allen Ebenen!

Freitag, 27. April 2012

Lehrbuch Natur

In der heutigen Zeit ist irrigerweise nahezu jeder Mensch dazu bereit, jedes auch noch so hochgestochene und verdrehte magische oder Philosophische Schriftstück zu studieren, während das große Buch der Natur nahezu völlig in Vergessenheit geraten ist.

Natur meint hier nicht nur Wald und Wiese, sondern unsere gesamte Umwelt ohne jegliche Ausnahme und Unterscheidung. Magie in ihrem Ursprung ist eine lebendige Kunst, wobei Bücher lediglich einen Abdruck dessen liefern, denn ihr wahrer Ausdruck ist stets ein lebendiger, deren Sinn sich durch Betrachtung entfaltet und nicht aus Worten erschließen lässt. So ist es heutzutage fast schon von einem gewissen Wehmut begleitet wenn auch diese Seite der Magie auch nur einen kurzen Moment wieder zum Ausdruck gelangt.

Ihr letztes Relikt bildet wohl der Schamanismus und einige weniger bekannte Künste, wie zum Beispiel die der Alchymie entnommene Spagyrik als letzte Zuflucht dieser hohen Kunst. Der größte Wermutstropfen hierbei, ist wohl dass sich die Intellektuelle Formulierte und Intuitive Lebendige Magie keinesfalls ihrer Natur nach in Anfeindung befinden, sondern sich vorzüglich als Paarung ergänzen. Es entspricht hierbei dem typischen menschlichen schwarz-weiß-Denken zwanghaft für eine Seite Partei zu ergreifen, wodurch völlig vergessen wird, dass dieses Entlehnte der selben Grauzone abstämmig ist.