Vorwort
Rituale haben hauptsächlich die Funktion zu euphorisieren, gegebenenfalls
Gruppendynamiken anzutreiben und einen gemeinsamen Nenner zu bilden. Sie stellen
eine theatralische Imagination dar, welche sowohl vergegenwärtigen soll als auch in eine
bestimmte Stimmung zu versetzen. Für gewöhnlich besitzen die meisten Magie eine Art
Basisritual, welches sie sowohl alleine als auch in Gruppen ausüben und als Grundstei
sämtlicher rituellen Arbeiten ansehen. Es dient also Praktisch als Einleitung magischer
Praktiken und wird als deren Abschluss wiederholt, es steht also am Anfang und am Ende
magischer Rituale. Hierführ gibt es unzählige Variationen und auslegungen, welche aber selten
als essentieler Bausatz vorgelegt werden. Es ist nicht nötig Rituale zu übernehmen,
wesentlich sinnvoller ist es sogar solche selbst für den eigenen Bedarf und der Sympathie
entsprechend zu konzipieren.
1. Ausrichtung
Das Ritual beginnt mit der Ausrichtung, für gewöhnlich sucht man sich dafür einen Fixpunkt
durch ein Objekt welchem man sich zuwendet. Dieser kann zum Beispiel durch ein Kreuz gegeben
sein, eine Statue (z.b einer hinduistischen Gottheit), ein Abbild (zum Beispiel die Sephiroth), der
Osten als Aufstiegspunkt der Sonne, ein Altar oder jegliches ähnliche Aufmerksamkeitszentrum.
2. Einleitung
Die Einleitung ist der Beginn des eigentlichen Rituals. An dieser Stelle kann man sich beispielsweise
bekreuzigen, auf einem Gebetsteppich niederbeugen, eine Qui-Gong Übung ausführen, ein Mantra
wiedergeben (beispielsweise Om Mani Padme Hum) oder sich einer beliebigen anderen
Symbolhandlung bedienen um sich einzustimmen und seinen Respekt auszudrücken.
3. Bannkreis
Im Zentrum des Basisritualls steht nach der Einstimmung für gewöhnlich der Bannkreis welcher das
den magischen Mikro.Kosmos verkörpert. Er ist die Dimension (Ebene) des Magiers und verkörpert
dessen eigne Mitte. Jedoch ist auch der Kreis, entgegenen vieler Behauptungen, keine unbedingte
und alleinige Notwendigkeit in der Magie. Solche existieren aufgrund ihrer natürlichen Subjektivität
nicht. Ebensogut kann man ein Ei, eine Kugel, eine Säule (wie zum Beispiel die Poto Mitan im Voudou),
einen Baum (beispielsweise den Yggdrasil der nordischen Mythologie), eine Yin/Yang-Glyphe,
ein Hexagram, ein Pentagramm oder etwas ähnliches als Ausdruck des eignen Zentrums imaginieren.
4. Elemente
Die Elemente bilden die Umgebung des Magiers, quasi seine Umwelt und das imaginäre "Rohmaterial"
der Kräfte, welche wärend seiner Praktik von ihm angerufen werden. Meistens imaginiert er sie den
Himmelsrichtungen zugewiesen als Erde, Wasser, Feuer und Luft wärend er selbst Äther verkörpert.
(Ich werde an dieser Stelle keine Zuweisung auflisten). Häufig werden diese auch als Pentagrame
geschlagen oder durch farbige Kerzen dargestellt. Ebensogut können hier auch die Horussöhne,
Erzengel, Planeten, planetare Glyphen oder biblische Bestien wie Behemoth, Leviathan, Ziz und der
Drache verwendet werden, beziehungsweise eine beliebige eigene Analogie.
5. Einleitung
Nach der Anrufung der Elemente bzw der Himmelsrichtungen wird die EInleitung wiederholt um die
Anrufung abzustimmen, diese kann sowohl mit dem Anfang identisch als auch von ihm verschieden
sein.
6. Entlassung
Am Ende des Rituals (nicht bei der Einleitung) wird eine Entassungsformel verwendet, quasi eine
Verabschiedung. Diese kann beispielsweise aus einem Gebet bestehen oder selbst formuliert werden
und dient dem Abschluss, der Verabschiedung.
Ps: Auf Details wie die Symbolik wird in späteren Beiträgen im Detail eingegangen,
an dieser Stelle möchte ich nur ein Backrezept oder einen Setzkasten liefern.